82 Tage Afrika: Ein Rückblick

Weihnachten ist vorbei, seit 4 Tagen bin ich wieder zuhause. Schwer beschäftigt, nicht nur Weihnachten musste überwunden werden, auch das ganze Gepäck musste erstmal ausgepackt und zu einem nicht geringen Teil mit teils harten Geschützen gereinigt werden. Gottseidank habe ich hier meine Mama als fachkundige Hilfe (kann man das noch Hilfe nennen, wenn man fast die ganze Arbeit abgenommen bekommt?).
Ich selbst stecke schon wieder schwer in den Vorbereitungen für den zweiten Teil der Reise, der am Dienstag startet (also in drei Tagen) – Dazu aber in Kürze mehr!

Über die letzte Woche, die Fahrt mit Cass und Neil über Teile der Garden Route und die Tage bei Neils Dad auf der Farm in Wilderness sowie die Fahrt nach Johannesburg und das letzte Wochenende dort existiert kein Blogeintrag mehr.
Ich habe in dieser Zeit kaum mehr wie ein Backpacker gelebt und vielmehr in erster Linie Zeit mit meinen Freunden verbracht. Davon existieren nur sehr wenige Fotos, sodass sich ein Blogeintrag darüber (vor allem jetzt) nicht mehr lohnt.
Normal mag ich keine Lücken aufkommen lassen, aber das werde ich mal als Ausnahme durchgehen lassen.
Zumindest ein paar Fotos aus Knysna habe ich noch, die ich repräsentativ für die unglaubliche Schönheit der südafrikanischen Garden Route noch loswerden möchte:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

So wirklich bereit bin ich nicht, nach Hause zu fliegen, als ich am Montag abend schließlich von Cass und Neil zum Flughafen gebracht werde.
So viele Highlights liegen hinter mir, zu viele, um hier jetzt eigentlich einen Favoriten herauszuheben. Ich habe viele Leute getroffen, und so manche von ihnen werde ich sicher in den nächsten Jahren wieder sehen. Bobby/Sven, Cass und Neil werde ich in absehbarer Zeit jeweils sicher treffen, aber auch bei so manchen anderen glaube ich, dass ich sie nicht zum letzten Mal gesehen habe.

So manche der Länder möchte ich noch einmal genauer bereisen, vor allem Namibia und Botswana würde ich gerne mal etwas ausführlicher und mit einem Auto und etwas mehr Zeit (und Geld) bereisen, das steht auf jeden Fall auf der Liste.

Und dann ist da noch dieses Land, das mich so stark beeindruckt hat, wie kaum ein anderes: Ruanda!
Mittlerweile habe ich auch „Hotel Rwanda“, einen Film über das Hotel Mille Collines in Kigali, in dem der Manager Paul Rusesebagina über 1200 Tutsi- und Hutu-Flüchtlinge Zuflucht gewährt hat, gesehen – sogar mehrmals. Übrigens ein uneingeschränkt zu empfehlender Film, für mich einer der besten Filme seit Jahren! Auch Romeo Dallaire’s Buch (Stabschef der UN-Peacekeeper in Ruanda) „Shake Hands with the devil“ habe ich mir mittlerweile gekauft, und schon angefangen zu lesen. Es ist schwer zu sagen, warum ausgerechnet Ruanda mein Land Nr. 1 auf diesem Trip war, aber ich hatte dort eine tolle Zeit mit tollen Leuten, und es wird für mich immer ganz eine emotionale Verbundenheit bleiben, so sehr hat mich auch die Geschichte des Landes beeindruckt! Das musste ich damals auch in einem Blogeintrag niederschreiben, sonst habe ich mich dieses Jahr ja mit reisefremder Thematik wie Geschichte oder Medizin vornehm zurückgehalten.

Alles in allem liegen 10 Länder (und 230 USD Visumkosten) und ziemlich genau 15.000 Kilometer hinter mir, davon ~7000km in Minibussen und Bussen, ~3000km in eigenem Auto, ~1.500km per Flugzeug, ~1500km per Anhalter, ~400km per Zug, ~600km per Boot und insgesamt sicher auch knapp 1000km per Motorrad… Fußkilometer will ich besser gar nicht wissen!

africa

Für mich war es sicher nicht der letzte Trip in Afrika, so einige Ideen hab ich schon noch, auch wenn es die nächsten Jahre mit längeren Trips sehr schwierig werden dürfte, aber irgendwann möchte ich nocheinmal eine Kongo-Durchquerung machen, quasi der Heilige Gral des afrikanischen Dschungels!
Bis dahin kann ich hoffentlich noch ein paar Länder durch Kurztrips abhaken…

Wie schon eingangs erwähnt, lässt die nächste Reise, die nächsten 3 Monate nicht lange auf sich warten, bereits 7 Tage nach der Rückkehr gehts wieder los. Aber dafür kommt dann die nächsten Tage noch mal ein eigener Blogpost…!

Ich hab mich immer gefreut über Eure Kommentare, über alles Feedback (vielen Dank an Lea für das Interview, da hab ich mich wirklich sehr geehrt gefühlt!) und über jeden einzelnen Leser! Ohne die Rückmeldungen hätte ich diesen Blog längst aufgegeben, aber es freut mich immer wieder, wenn ich höre wie fleißig der eine oder andere hier immer mitliest, das gibt auch immer Motivation, sich alle paar Tage wieder für eine oder mehrere Stunden hinzusetzen und einen neuen Post zu schreiben!
Danke!

Johannes

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s